Dienstag, 26. August 2008

Hunde und Matsch


Vor kurzen war ich an einem heißen Sommertag mit meinen Hunden draußen und auf einer großen Wiese gab es genau eine Pfütze. Daher war es ganz natürlich, dass sich alle Gassi gehenden Hunde von ihr magisch angezogen fühlten wie die Motte vom Licht und die „Herrchen und Frauchen“ panisch riefen, „Max, NEIN!“ oder „Fiffi, denk nicht mal daran!“. Ich stand ganz in der Nähe und agierte als Fürsprecher aller überhitzten Hunde: „Aber es ist doch so heiß! Sie können den Matsch einfach trocknen lassen und dann aus dem Fell kämmen.“ Ich verstehe einfach nicht, warum alle Menschen bei dreckigen Hunden so ausrasten. Wenn man eine Decke oder eine Plane über den Rücksitz geworfen hat, ist der Hund wenn man wieder zu Hause ankommt getrocknet und hat wahrscheinlich den meisten Dreck schon selbst abgeleckt. Den Rest kann man dann einfach herauskämmen oder –bürsten. Und für all die unvermeidlichen Fälle, wenn sich Bello in übelriechenden Substanzen wälzt, empfehle ich, es erst einmal mit einem Tuch und Wasser zu versuchen, bevor Matsch-Bello komplett eingeschäumt wird.

Alle sind immer total schockiert, wenn sie erfahren, dass ich meine Hunde so gut wie nie wasche. Trotzdem riechen sie gut – wirklich. Wenn Hunde chronisch schlecht riechen, kommt das meistens von innen (von einer nicht auf den Hund abgestimmten Ernährung) – zu häufige Bäder verschleiern also nur ein ernsthaftes gesundheitliches Problem, zu dessen Lösung eine Änderung des Speiseplans, kein Shampoo, nötig wäre.

1 Kommentar:

E. H. Radinger hat gesagt…

Ich habe meine Shira (heller Labbrador) auch noch nie gewaschen. Labbis haben zum Glück einen "Selbstreinigungseffekt", was bedeutet, dass man einen total verschlammten Hund nur mit dem Handtuch abwischen muss und voilà - er ist wieder sauber :-)