Donnerstag, 11. März 2010

PETA fordert Maoisten auf, Hunde aus dem Spiel zu lassen


Kalkutta - Unsere Kollegen von PETA India haben sich in einem offenen Brief an die Maoisten gewandt, nachdem diese Berichten zufolge Dorfbewohner angewiesen hatten, Hunde zu vergiften. Sollten die Bewohner dieser Aufforderung nicht nachkommen, würden ihnen schwerwiegende Konsequenzen drohen.

Die Maoisten befürchten, dass bellende Hunde insbesondere nachts auf die Gruppe aufmerksam machen könnten.

In dem Brief schreibt PETA India, dass die unterschiedlichen Gruppen oftmals darum kämpfen müssten, ihren Nachrichten Gehör zu verschaffen, doch dass in vielen Fällen gerade Tiere ins Kreuzfeuer gerieten. Unzählige Tiere werden weltweit in derartigen Konflikten getötet.

"Tiere gehören keiner Nation an und beherbergen keine Waffen; sie hegen keine politischen Hoffnungen und spielen keine Rolle in der Schlacht der Maoisten. Trotzdem müssen sie mit ihrem Leben büßen ... für die Tiere gibt es keine Genfer Konvention und keine Friedensverträge - sie sind uns auf Gedeih und Verderb ausgeliefert", so der Brief.

Donnerstag, 4. März 2010

Wesenstests – oder: über das Wesen von Hunden und über das von Menschen


Diese Woche haben wir wieder einmal einen Gasteintrag der Autorin und Hunde-Expertin Clarissa von Reinhardt für Sie. Weitere Infos finden Sie auch unter www.animal-learn.de!

Bienen stechen, Katzen kratzen, Pferde schlagen aus – und dürfen das. Es ist bekannt und akzeptiert. Schon kleinen Kindern bringt man bei, sich diesen Tieren gegenüber vorsichtig und umsichtig zu verhalten, sie nicht zu erschrecken oder zu provozieren.

Bei Hunden ist alles anders. Sie dürfen sich nicht wehren, sollen sich alles gefallen lassen, nur dann sind sie „gute Hunde“. Mancherorts brauchen sie einen Wesenstest, um überhaupt existieren zu dürfen. In der Regel sind diese Tests so konzipiert, das sie unfairer nicht sein können. Machtspiele mit einem Tier, das uns als Sozialpartner anvertraut ist.

Da wird der Hund vereinsamt, von seiner Bezugsperson getrennt, verunsichert und Situationen ausgesetzt, die ihn ängstigen. Kein normaler Mensch würde so etwas einem Tier antun. Er wird so lange provoziert, bis er in seiner Angst nicht mehr anders kann, als zu knurren oder sich zu wehren – um dann zu sagen, dass er geknurrt oder sich gewehrt hat, was dann natürlich wieder als Beweisführung dafür gilt, dass er gefährlich ist.

Da werden Hunde von mehreren Personen bedrängt, geschubst, ja sogar getreten mit der Begründung, dies könne in einem überfüllten Fahrstuhl schließlich auch mal geschehen. Es wird mit Schlagstöcken neben ihnen auf den Boden gedroschen, dabei wild herumgefuchtelt, bis die Hunde mit weit aufgerissenen, panischen Augen versuchen zu fliehen – was durch eine sehr kurz gehaltene Leine verhindert wird. Je defensiver der Hund ist, desto dreister werden die Versuche, ihn „aus der Reserve zu locken“. Geht er schließlich nach allen erfolglosen Versuchen des Flüchtens in Abwehrverhalten über, ist dies wiederum der Beweis dafür, dass er gefährlich ist. Würden wir solchen Situationen ausgesetzt, würden die meisten von uns kläglich versagen. Wäre das dann der Beweis für unseren guten oder schlechten Charakter oder unsere potentielle Gefährlichkeit für unsere Mitmenschen?

Ich habe mir viele Videos so genannter Wesenstests angesehen und bis auf wenige Ausnahmen habe ich absurde Machtspielchen von kranken Menschen mit wehrlosen Tieren gesehen. In der Regel übrigens Menschen, deren Fachwissen über Hunde so erbärmlich ist, dass man sich fragt, mit welcher Berechtigung sie überhaupt meinen, dieses Tier, von dem sie so offensichtlich gar nichts verstehen, auf irgendetwas testen zu können.

Aber da ist noch etwas. Eine ganze Gesellschaft, die nicht protestiert. Kaum einer der es wagt, den Mund aufzumachen. Achselzucken. Sätze wie: „Ist schon alles irgendwie furchtbar, aber da kann man eben nichts machen.“ Stumme Mittäterschaft.

Wann kommt der Wesenstest für Menschen? Wer schützt die Tiere vor uns, wenn wir gefühlsarm, sozial inkompetent, verroht und gefährlich sind? Betrachtet man so einige Zeitgenossen, hat man das Gefühl, er ist schon lange überfällig.

Freitag, 26. Februar 2010

"Vampir" Kellan Lutz setzt sich für Tiere ein


Der Mädchenschwarm und Twilight-Star Kellan Lutz ist der Star eines neuen Anzeigenmotivs für PETA – zusammen mit seiner geretteten Hündin Kola bittet er seine Fans: „Adoptieren statt Kaufen“.

Jahr für Jahr werden in den USA ca. 6 bis 8 Millionen Hunde und Katzen in Tierheimen abgegeben – fast die Hälfte von ihnen muss aufgrund fehlender neuer Plätze euthanasiert werden. Auch in Deutschland werden Tierheime jedes Jahr mit ca. 300.000 Tieren regelrecht überflutet. Kellan erklärt seinen Fans dazu: „Es ist unser Job, sie unter unsere Fittiche zu nehmen und uns um sie zu kümmern und ihnen einen Platz zum Leben zu geben.“

In den USA werden Hunde in Massenanlagen, so genannten Puppy Mills gezüchtet und in Zooläden verkauft. Doch auch hierzulande kommen die „süßen“ Hundebabys oft aus tierschutzwidrigen Verhältnissen: Hündinnen werden als „Gebärmaschinen“ missbraucht, Tiere wie Ware gehandelt, um den besten Profit aus ihnen zu schlagen. Bedenkt man die derzeitige Überpopulation an so genannten Haustieren, wird schnell klar, dass es so etwas wie eine „verantwortungsvolle Zucht“ nicht gibt.

„Kola ist meine beste Freundin“, so Kellan.

Sehen Sie hier Kellans exklusives Interview für PETA und erfahren Sie, wie er seine Hündin Kola zum ersten Mal traf. Allen Twilight-Fans gibt er Tipps, wie sie Tieren helfen können.

Freitag, 19. Februar 2010

Hundeprofi hautnah


Foto: M. Grande

Vergangene Woche hatten eine Kollegin und ich die Möglichkeit, Hundeprofi Martin Rütter persönlich für seine Unterstützung zu danken. Der Experte hatte im vergangenen Jahr auf unserem Dog Blog über mehrere wichtige Themen im Zusammenleben zwischen Hund und Mensch informiert und unseren Wettbewerb zum "Tollsten geretteten Hund" mit tollen Preisen unterstützt.
Bei seinem Tour-Stopp in der Stuttgarter Liederhalle hat Martin gezeigt, dass er nicht nur etwas von Hunden, sondern vor allem etwas von Menschen versteht. Nicht nur einmal fand man sich ertappt bei seinen eigenen "Missetaten" am Vierbeiner. Wer hat Bello nicht schon einmal jeden Wunsch von den Augen abgelesen, weil er "wieder so süß guckt" oder ihn zu sich auf die Couch gerufen, weil er doch "so brav" unten gewartet hat (mit zwei von vier Pfoten bereits auf dem Sofa, wohlgemerkt ;) ...
In seinem Bühnenprogramm beschreibt der VOX-Hundeprofi aber nicht nur die lustigen Tücken des Alltags mit dem Vierbeiner, sondern gibt auch einige hilfreiche Tipps und informiert zukünftige Hundehalter, dass ein solcher Schritt wohl überlegt sein muss.
Besonders gefreut hat uns, dass Martin noch einmal klar gestellt hat, dass viele Hunde im Tierheim auf ein neues Zuhause warten und dieses auch retlich verdient haben! Fast noch toller war, dass die Aussage im Saal reges Klatschen auslöste.
Doch bevor wir unsere Tränen nicht mehr zurückhalten konnten, hatten wir noch Gelegenheit, mit Martin über seine wunderbare Arbeit zu sprechen. Neben der Tatsache, dass es ihn besonders am Herzen liegt, eine gewaltfreie Hundeerziehung zu vermitteln, setzt er sich außerdem für die Einführung eines Hundeführerscheins in Deutschland ein!
Auch PETA Deutschland e.V. plädiert in einer neuen Kampagne für ein Heimtierschutzgesetz, das den Sachkundenachweis für Hundehalter aufgreifen müsste. In der Schweiz müssen zukünftige Hundebegleiter bereits einige Theoriestunden absolvieren, bevor sie auf die Vierbeiner losgelassen werden. So können Spontankäufe vermieden werden und es wäre sichergestellt, dass die Menschen über die Bedürfnisse ihres vierbeinigen Gefährten ausreichend Bescheid wüssten. Unter www.peta.de/heimtierschutzgesetz gibt es weitere Informationen zu dem Thema und die Möglichkeit, sich an einem Aktionsaufruf zu beteiligen.
Falls Martin Rütter auch in Ihrer Nähe einen Stopp einlegen sollte (Termine unter www.ruetters-dogs.de), kann ich Ihnen nur empfehlen, sich schnellstmöglich eine Karte zu kaufen. Sicherlich werden Sie viele Tipps mit nach Hause nehmen und sich nebenbei noch köstlich amüsieren!

Dienstag, 9. Februar 2010

PETA fordert Heimtierschutzgesetz für Deutschland


In Deutschland leben über 23 Millionen so genannte Haustiere – Fische und Tiere in Terrarien noch nicht eingerechnet. Der "beste Freund des Menschen" liegt da natürlich ganz weit vorn. Trotzdem werden unsere "Haustiere" kaum von Gesetzen geschützt und so findet in der Bundesrepublik Tag für Tag millionenfaches Tierleid in einem quasi „rechtsfreien Raum“ statt. Aus diesem Grund wendet sich PETA Deutschland e.V. nun an die Bundesregierung und fordert, endlich ein Heimtierschutzgesetz zu verabschieden, um dieses unnötige Tierleid zu beenden.

Zu PETA Deutschlands Forderungen gehören im speziellen 10 Punkte, die unter www.peta.de/heimtierschutzgesetz eingesehen werden können - unter anderem die Beendung der sogenannten Qualzuchten, das Verbot sexueller Handlungen mit Tieren und der Sachkundenachweis für alle Hundehalter noch vor dem Erwerb des Tieres. Mit diesem "Hundeführerschein", wie es ihn schon in der Schweiz gibt, würde keine "Rasse" mehr ausgegrenzt und alle zukünftigen menschlichen Begleiter müssten sich schon vorab ausreichend über Haltung, Pflege und Bedürfnisse eines Hundes informieren. Dies würde vor allem Spontankäufe, z.B. auf Tiermärkten, vermeiden!

Bitte unterstützen Sie unter www.peta.de/heimtierschutzgesetz die Forderung an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Protestpostkarten, die direkt an Frau Ministerin Aigner gerichtet sind, können Sie unter info@peta.de bestellen!

Donnerstag, 28. Januar 2010

Weiße Hundeträume


Schon wieder zieht eine Schneefront über Deutschland und auch wenn wir uns über die gefrorenen Autoscheiben am Morgen ärgern, genießen die meisten Hunde das kühle Weiß in vollen Zügen.
Einige Vierbeiner haben Schnee geradezu „zum Fressen gern“. Wir als ihre menschlichen Begleiter sollten allerdings darauf achten, dass keine zu großen Mengen aufgenommen werden, da diese zu Magen-Darm-Problemen führen können.
Besonders „Stadthunde“ leiden häufig unter dem ausgelegten Streusalz, das Risse in den Fußballen verursachen kann und zudem oft nach dem Spaziergang abgeschleckt wird. Dies wiederum kann zu Magenproblemen führen. Am besten reibt man die Füße des Hundes vor dem Spaziergang mit Vaseline ein und spült Rückstände zu Hause mit warmem Wasser ab.
Bei Hunden mit langem Fell an Beinen und Bauch hängen sich während des Schneespaziergangs häufig kleine Schneebällchen ins Fell, die zu harten Eisklumpen werden. Es ist deshalb ratsam, das Fell an den betreffenden Stellen etwas zu stutzen oder den Schnee während des Spaziergangs sanft zu entfernen.
Hunde mit sehr kurzem Fell (wie Podencos, Dobermänner, usw) können im Winter stark frieren – zweckmäßige Hundemäntel können in jedem gut sortierten Bedarfsladen erstanden werden.
Außerdem sollten alle Hundefreunde im Winter verstärkt nach Hunden Ausschau halten, die im Freien gehalten werden. Oft steht den Tieren kein angemessener Unterschlupf zur Verfügung, der sie vor Nässe und Kälte schützt und das Wasser ist häufig gefroren. In der Hundehaltungsverordnung kann mach sich über die rechtlichen Voraussetzungen informieren und gegebenenfalls die zuständige Behörde einschalten.
Viel Spaß bei weißen Winterspaziergängen wünscht
Das Dog Blog Team!

Freitag, 22. Januar 2010

Adoptieren statt Kaufen – für Hundefreunde selbstverständlich


Leider sind noch immer viele Menschen der Ansicht, ein „guter Hund“ müsse von einem ordentlichen Züchter kommen. Andere suchen billige Tiermärkte im Ausland auf oder lassen sich die neuen Schützlinge gleich via Parkplatzkauf anliefern. Doch dass immer mehr Hundefreunde den Ernst der Lage erkennen und nur noch gerettete Hunde bei sich aufnehmen, hat PETA Deutschlands Hunde-Contest gezeigt.

Über 100 Menschen nahmen teil und schickten uns Bilder von ihren geretteten Vierbeinern. Die Geschichten spiegelten wieder, was allen tierlieben Menschen weltweit bewusst sein sollte: Unzählige Vierbeiner warten in Tierheimen und bei privaten Tierschützern auf ein neues Zuhause. Viele wurden missbraucht, vernachlässigt oder schlichtweg wie Ware entsorgt. Sie alle suchen nach tierlieben Menschen, die ihnen ein neues Leben bieten können.

Unter www.peta.de/hundecontest können Sie alle Einsendungen sowie die „Gewinner“ des Wettbewerbes ansehen – natürlich sind für PETA und ihre menschlichen Begleiter alle Hunde Gewinner!

Sollten Sie jemanden kennen, der bereit ist, einen Hund bei sich aufzunehmen, erklären Sie der Person bitte, wie wichtig es ist, niemals beim Züchter zu kaufen. Jede Nachzucht nimmt einem heimatlosen Hund die Chance auf ein neues Leben. Und dass gerade gerettete Hunde die tollsten Begleiter auf vier Pfoten sind, hat unser Contest einmal mehr bewiesen!